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Dave Eggers: Die Mitternachtstür
27. Juni 2019 von raupcarl
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (15 Stimmen, Durchschnitt: 3,60 von 5)
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Die Mitternachtstür – Ein Muss für Lese-Fans!

Mit freundlicher Genehmigung der S. Fischer-Verlage

Das Abenteuer-Cover

Die schlichte, schwarze Buchhülle des gebundenen Buches ist von einem Umschlag umgeben. Dieser Umschlag ist ebenfalls schwarz. Vorne hat Norbert Blommel mithilfe einer Zeichnung von Einar Turkowski ein starkes und abenteuerliches schwarz-weiß-Gemälde gestaltet. Bloß die vielen Lämpchen und der Schein der Laterne, sowie die große Überschrift und der Name des Autors wurden in einem leuchtenden Gelb gezeichnet oder geschrieben. Das Cover passt sehr gut zum Roman. Die Details wie der Tunnel mit den vielen Brettern davor, sowie das darüberstehende Haus spielen später im Roman nämlich eine wichtige Rolle…

Welche Struktur hat das Buch?

In dem 365 Seiten langem Buch gibt es 113 Kapitel. Diese geben nur die Kapitelnummer, wie z.B. „Kapitel 1“ an. Über der jeweiligen Kennzeichnung eines Kapitels wurde jeweils ein kleines schwarz-weiß-Gemälde gezeichnet, was aber auch die einzigen Illustrationen in dem Abenteuer-Roman sind, welches in normaler Schriftgröße, in der Schrift Times New Roman, verfasst wurde.

Ein Inhaltsverzeichnis lässt sich nicht finden, dafür aber Texte zu Autor, Übersetzerin und Illustrator (siehe unten).

Die Hollows kommen!

Alles beginnt damit, dass der Zwölfjährige Gran, eigentlich heißt er Granite Flowerpetal, mit seiner Schwester Maisie, seiner Mutter, die seit einem Autounfall im Rollstuhl sitzt und seit der Geburt von Maisie nie wieder zur Arbeit gegangen ist, und seinem Vater, ein Automechaniker, nach Carousel, in das Haus des Urgroßvaters zieht. Grans Vater muss sehr viel arbeiten und ist deshalb nur selten bei der Familie.

In der neuen Schule trifft er auf El Deque, einen seltsamen Mann. Als Gran nach der Schule nach Hause geht, begegnet er noch einem Mädchen, dass er aus der Schule bereits kannte. Catalinas Erscheinung erweckt Grans Aufmerksamkeit. Deshalb beschließt Gran, ihr nachzulaufen. Doch plötzlich verschwindet sie in einem Hügel.  Am nächsten Schultag verfolgt er sie erneut. Wie aus dem Nichts hält sie einen Türgriff in der Hand, schon ist sie wieder verschwunden. Was war das?

Er will unbedingt wissen, wie und wo sie immer verschwindet. Im Bett liegend, lassen ihm diese Gedanken keine Ruhe und er beschließt um kurz vor Mitternacht, aufzustehen, um sich auf die Suche nach Catalina zu machen. Dort, wo er sie zweimal hat verschwinden sehen, öffnet sich plötzlich eine Tür, wo vorher gar keine war. Catalina kommt heraus und verschwindet sofort wieder. Auf dem Heimweg kommt Gran an einem soeben eingestürzten Haus vorbei. Catalina ist plötzlich dort und kommt rasend schnell auf Gran zu und befahl ihm, er solle mit dem Rollstuhl seiner Mutter um Mitternacht am Schrottplatz sein. Ohne dass Gran etwas sagen kann, ist Catalina wieder weg. Trotzdem befolgt Gran Catalinas Anweisung und kommt. Wortlos öffnet Catalina wieder eine Tür, wo vorher keine gewesen war. Zusammen legen sie einige Bretter vom Schrottplatz auf den Rollstuhl, den sie als Transportmittel nutzen, und transportieren diese durch das Tunnelsystem, das hinter der Tür liegt. An der Stelle, wo oberhalb in der Nacht das Haus eingestürzt war, richten sie die Bretter auf, dass nichts weiteres mehr einstürzen kann.

Am nächsten Morgen wird klar, dass auch die Schule eingestürzt ist. Gran möchte Catalina helfen und sucht nach einer Türklinke, wie auch Catalina sie hat, um in das Tunnelsystem zu gelangen, damit er weitere Bretter aufstellen kann. Da fällt ihm das Messing-C ein, was er auf dem Dachboden gesehen hatte. Damit probiert er in den Tunnel zu kommen und tatsächlich – Es klappt! In dem Moment, wo er den Tunnel betritt, beginnt ein heulender, starker Wind. Plötzlich steht Catalina vor ihm: „Bist du verrückt? Was machst du hier?“ „Was war das? Was ist das für ein Wind?“ „Das sind die Hollows. Jetzt aber schnell, raus hier!“

So kommen die Hollows immer häufiger wieder und bringen mehr und mehr Häuser zum Einsturz. Die Zeit rennt den beiden davon. Schaffen sie es, die Stadt zu retten? Und welche Rolle wird El Deque dabei noch spielen?

Meine Meinung

„Die Mitternachtstür“ ist ein Roman, der es wirklich in sich hat. Häufig wird von dem Er-/ Sie-Erzähler Spannung aufgebaut, was dazu führt, dass nur es selten Verschnaufpausen zum Durchatmen gibt, was wie ich finde, das Buch trotzdem auszeichnet und dem Leser eine spannende Leseatmosphäre gibt. Auch die gute Mischung der Genres des Romans, in welchem es um eine Familie geht, jedoch der Kern des Romans das Abenteuer ist, ergänzt sich gut, sodass für viele etwas dabei ist. Daher ein starker und vielfältiger Roman. Zum Ende hin, wird es aber schwerer, den Roman zu verstehen, da ich den Sinn des Endes nicht so ganz nachvollziehen kann, wie es genau dazu kommt.

Deshalb…

…empfehle ich das Buch für Jungen und Mädchen im Alter ab 12 Jahren, da die Fantasiewinde, die Hollows, einem schon Schrecken einjagen können. Zudem muss man häufig um die Ecke denken, um den Inhalt zu verstehen. Fantasy- und Abenteuerfans haben mit dem Buch aber auch einen echten Volltreffer erzielt. Aber auch Familienromanliebhaber und die Leser, die ein wenig Humor im Roman gut vertragen können, haben hier einen echten Leckerbissen gefunden. Für die Leserinnen und Leser ist dieses Buch ein großes Leseabenteuer, was auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist.

 Autor & Co.

Der Autor des Romans ist Dave Eggers. Der im Jahr 1970 geborene Mann gehört zu einen der bedeutendsten Autoren, gewann schon viele Preise und gelang mit seinem Ronan „The Circle“ schon einen weltweiten Bestseller.

Ilse Layer, die Übersetzerin des in Englisch erschienenen Buches, arbeitete nach ihrem Studium zunächst im Kulturbereich, bevor sie sich als Buchübersetzerin in Englisch und Spanisch selbstständig machte.

Die Zeichnungen an Kapitelbeginnen fertigte Aaron Renier an. Der Comiczeichner erhielt schon einige Auszeichnungen.

Weitere wichtige Informationen

Titel: Die Mitternachtstür
Autor: Dave Eggers
Übersetzerin: Ilse Layer
Illustrator: Aaron Renier
Verlag: S. Fischer-Verlage
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenzahl: 365
ISBN: 978-3-7373-5629-9
Preis: 17€
Lesealter: ab 12 Jahren
Zur Verlagsseite

Verfasser*In der Rezension: raupcarl (6. Klasse); 2018/2019


3 Kommentare  
freielia schreibt:
05. Juli 2019 um 13:02

lieber Raupcarl
Deine rezension ist dir eigentlich sehr gut gelunen nur der satz:“Die Mitternachtstür – Ein Muss für Lese-Fans!“ ist Werbung, was nicht der sinn von Jungekritiker ist.
Von freielia

kriebene schreibt:
05. Juli 2019 um 13:09

Lieber raubcarl,
deine Rezension ist zwar lang aber auch irgenwie eine werbung Zitat: ,,Ein Muss für Lese-Fans!“
Das gefällt mir nicht und das ist auch nicht der zweck der Jungen Kritiker, deswegen gefällt mir deine Rezension nicht so gut. Aber der rest der Rezension ist dir gut gelungen.
Mit freundlichen Grüßen kriebene

raupcarl schreibt:
06. Juli 2019 um 15:45

Hallo Kriebene und Freielia,
vielen Dank für das Feedback. Ich kann das gut nachvollziehen und daher möchte ich demnächst diesen Satz noch einmal überarbeiten.
Ich würde mich aber auch weiterhin sehr über Rückmeldungen und konstruktive Kritik freuen.
Viele Grüße
Raupcarl

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